Venture Capital – chancenreich für Unternehmer und Investoren

Eine schwankende Auftragslage, sich verändernde gesetzliche Rahmenbedingungen, Abhängigkeiten von internationalen Entwicklungen – Unternehmer können sprichwörtlich ein Lied davon singen, wie riskant und chancenreich die Geschäftswelt ist. Um ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen, müssen die Verantwortlichen nicht nur ihr Handwerkszeug beherrschen, sondern auch ein Gespür dafür besitzen, wie sich die Branche entwickeln wird. Darüber hinaus gilt es, zum richtigen Zeitpunkt Entscheidungen zu treffen und beispielsweise das Produktangebot zu erweitern oder Leistungsbereiche zu erweitern. Risikokapital – häufig auch als Venture Capital bezeichnet – kann dabei helfen, solche Schritte in die Tat umzusetzen. Bevor man sich an diese Finanzierungsvariante heranwagt, sollte man sich über die Eckdaten der Finanzierungsform informieren und die richtigen Finanziers ins Boot holen.

Finanzierung via Crowdfunding – das Venture Capital aus der Crowd

Venture Capital ist in der Finanzwelt als außerbörsliches Beteiligungskapital definiert. Verschiedene Besonderheiten prägen die sogenannten Risikokapitalbeteiligungen, in deren Rahmen sich u. a. Beteiligungsgesellschaften an riskanteren Unternehmungen beteiligen. Zu diesen gehören beispielsweise die folgenden:

  • Risikokapital wird häufig an StartUp-Unternehmen vergeben. Diese sind in der Regel nicht bzw. noch nicht börsennotiert. Während Venture Capital vor einigen Jahren vorwiegend in technologieorientierte Unternehmen investierte, ist die Palette heute weitaus größer. Gerade bei Crowdfundingprojekten ist es entscheidend, dass die Geschäftsideen schnell begeistern können und fundiert konzipiert sind. So lassen sich Venture-Capital-Geber überzeugen.
  • Venture Capital ist häufig die einzige Alternative für Unternehmen. Dies gilt in Deutschland vor allem deswegen, weil die klassischen Banken gerne auf Sicherheiten bauen. Sind diese nicht vorhanden, ist das Erhalten von Krediten – abgesehen von Fördermitteln der KfW und Ähnlichem – schwierig.
  • Das Ziel für die Investoren ist der Verkauf der Beteiligung. In der Regel geht es nicht um einfache Zinszahlungen, wenn die Geldgeber einsteigen. Die Anteile am Unternehmen sollen zu einem späteren Zeitpunkt gewinnbringend wieder verkauft werden.
  • In einigen Fällen stellen die Kapitalgeber auch ihr Know-how zur Verfügung und erhalten im Gegenzug Rechte, die sehr weitreichend sein können. So können sie beispielsweise bei Investitionen des Unternehmens mitentscheiden oder andere wichtige Entscheidungen beeinflussen, wenn sie Venture Capital eingebracht haben.

Venture Capital erhalten – für viele Gründer eine gute Entscheidung

Gründer können sich für den Start oft glücklich schätzen, wenn sie Venture Capital von Gesellschaften für ihr Unternehmen erhalten. Die Investoren, die in diesem Bereich aktiv sind, wissen, dass sie auf ein chancen- und risikoreiches Unterfangen setzen. Dies sorgt häufig dafür, dass sie sich gegenüber dem Unternehmen sehr solidarisch verhalten. Wer beispielsweise über Crowdfunding sein Venture Capital in ein Projekt investiert hat, überzeugt gerne auch weitere Menschen von der Geschäftsidee. Die Menschen aus der finanzierenden Crowd können also nicht nur eine reine Geldgeberfunktion einnehmen, sondern auch als Multiplikatoren und Partner für das Unternehmen fungieren.

In diesen Phasen kann Venture Capital von Gründern genutzt werden

Im Zusammenhang mit Venture Capital wird oft von verschiedenen Finanzierungsphasen gesprochen. Wer als Unternehmer Risikokapital einwerben will, sollte die potenziellen Geldgeber über die aktuelle Phase informieren. Die drei Fachbegriffe, die hier besonders wichtig sind, lauten Seed Stage, Early Stage und Later Stage. Seed Stage ist die Bezeichnung für den Start des Unternehmens. Das Venture Capital, das jetzt gebraucht wird, ist das klassische Startkapital, das zur Umsetzung der Produkt- oder Dienstleistungsidee benötigt wird. Ein Beispiel ist die Phase bis zur Serientauglichkeit eines Produkts, das bisher nur als vorläufiger Prototyp existiert. Als Early Stage gilt die Phase, die an die Startphase anschließt. Das Unternehmen ist zwar bereits am Markt aktiv und bietet Produkte oder Leistungen an, es hat sich aber noch nicht so weit entwickelt, dass jegliche Weiterentwicklung aus Eigenmitteln getragen werden kann. Häufig wird das Early Stage Kapital dafür eingesetzt, um eine Marketingkampagne für ein neues Produkt durchzuführen. Da das Unternehmen sich in dieser Phase schon am Markt bewährt hat, ist das Risiko etwas geringer als bei Investitionen in der Seed Stage. Later Stage Kapital ist dasjenige, welches für Expansionen genutzt wird. Hier gibt es bereits eine solide Basis, das Risiko ist also gegenüber den beiden zuerst genannten Phasen nochmals reduziert. Ein Beispiel ist die Erweiterung von Produktionsanlagen, für die Fremdkapital benötigt wird.

Diese Chancen ergeben sich bei der Vergabe von Venture Capital

Wenn über Crowdfunding oder anderweitig Venture Capital investiert wird, ist dies häufig spannend. Im Gegensatz zu einer anonymen Investition hat der Geldgeber hier die Chance, sich intensiv mit dem Unternehmen zu beschäftigen und dessen Entwicklung mitzuverfolgen. Gegner von Aktivitäten im Bereich Venture Capital sprechen häufig von dem zu großen Risiko, das damit verbunden sei. Sie unterschätzen dabei aber das Potenzial, das in vielen jungen Unternehmen verborgen ist. Wer sich mit der Materie auskennt und die Geschäftsideen beurteilen kann, hat die Chance auf hohe Gewinne innerhalb relativ kurzer Zeit. „

Authored by: Tobias