Nordstarter: lokales Crowdfunding in Hamburg

Es gibt zahlreiche internationale Plattformen für Crowdfunding. Nordstarter zeichnet sich jedoch dadurch aus, dass es eine lokal begrenzte Plattform ist. Speziell Projekte aus Hamburg sollen hier gefördert und bekannt gemacht werden.

So funktioniert Nordstarter

Nordstarter orientiert sich in seiner Funktionsweise an den meisten üblichen Crowdfunding-Plattformen. Die Plattform gehört zum Netzwerk der internationalen Plattform startnext und ist stark an diese angelehnt. Ziel der Plattform ist es, Gründer mit interessierten Unterstützern zu verbinden. Wer eine kreative Idee hat, aber nicht weiß, wie er diese finanzieren soll, kann sich bei Nordstarter bewerben. Entspricht die Idee den Richtlinien der Plattform, wird die Aktion angenommen und kann auf der Plattform beworben werden. Ziel ist es hierbei, viele Investoren zu finden, die kleine Beträge in das Projekt investieren. Jedes Unternehmen kann sein Projekt auf einer eigenen Seite präsentieren und bewerben. Je attraktiver die Idee beschrieben ist, desto mehr potenzielle Investoren werden angelockt. Auch Mittel wie Videos können genutzt werden und sind sogar erwünscht. Die Nutzung der Plattform ist zunächst kostenlos. Jeder Gründer muss nur einen Betrag angeben, den er in der gewählten Laufzeit der Aktion mindestens von den Investoren sammeln will. Kommt dieser Betrag in der genannten Zeit nicht zustande, ist die Aktion gescheitert und alle Investoren erhalten ihr Geld zurück. In diesem Fall verlangt auch Nordstarter kein Geld vom Gründer. Nur, wenn der Geldbetrag erfolgreich zustande gekommen ist, erhält Nordstarter eine Provision. In diesem Fall erhalten auch die Investoren ein Dankeschön. Dieses wird vom Gründer selbst bestimmt und kann aus einem materiellen Wert bestehen, der mit der Aktion verknüpft ist. Es ist aber auch möglich, ein immaterielles Dankeschön zu geben, etwa in Form einer Namensnennung des Investors. Das Prinzip Crowdfunding richtet sich vor allem an junge Startups mit kreativen oder außergewöhnlichen Ideen, welche sonst schwer zu finanzieren wären. Aber auch erfahrenere Unternehmer können Nordstarter nutzen.

Besonderheiten bei Nordstarter

Da es sich bei Nordstarter um eine etwas speziellere Plattform handelt, gibt es im Gegensatz zu anderen Crowdfunding-Plattformen einige Besonderheiten. Zunächst einmal muss ein Unternehmen, welches Investoren bei Nordstarter sucht, in Hamburg angesiedelt sein. Eine weitere Voraussetzung liegt im Themenspektrum: Ähnlich wie startnext richtet sich die Plattform vor allem an Künstler, Kreative und Erfinder. Eine Aktion, die auf dieser Plattform beworben wird, muss daher aus einem der folgenden Themenbereiche stammen:

  • Comic
  • Community
  • Design
  • Erfindung
  • Event
  • Film
  • Fotografie
  • Games
  • Hörbuch
  • Journalismus
  • Literatur
  • Kunst
  • Kulturelle Bildung
  • Mode
  • Musik
  • Technologie
  • Theater

Ausdrücklich nicht erwünscht sind Projekte, die nur dazu dienen, individuelle Interessen zu unterstützen. Dazu gehören unter anderem die Unterstützung eines Studiums oder einer Ausbildung. Außerdem nicht erwünscht sind Projekte, die private Veranstaltungen finanzieren. Nordstarter akzeptiert keine Charity-Projekte. Wer ein Projekt auf der Plattform starten will, sollte daher zunächst ausführlich überlegen, ob sein Projekt die Anforderungen der Seite erfüllt. Die Redaktion kann Projekte ablehnen, wenn diese nicht den Richtlinien entsprechen. Darüber hinaus müssen Bewerber mindestens 18 Jahre alt sein. In Ausnahmefällen können auch Jugendliche Projekte starten. Dies muss aber mit der Redaktion abgesprochen sein. Außerdem muss ein volljähriger gesetzlicher Vertreter an der Aktion beteiligt sein.

Starten einer Aktion bei Nordstarter

Wer zu dem Schluss gekommen ist, dass sein Projekt den Ansprüchen genügt, kann eine eigene Projektseite starten. Hier geht es darum, die eigene Idee möglichst attraktiv zu verkaufen. Eine wichtige Voraussetzung der eigenen Seite ist, dass sie den tatsächlichen Namen des Gründers zeigt. Aus rechtlichen Gründen wird die Identität eines jeden Gründers überprüft, bevor das Projekt startet. Außerdem muss ein Profilfoto des Gründers vorhanden sein, auf dem er selbst zu sehen ist. Wer sein Projekt präsentiert, sollte außerdem darauf achten, sich auch hier an die Richtlinien der Plattform zu halten. Inhalte dürfen nicht gegen deutsches Recht verstoßen; sie dürfen weder rassistisch noch beleidigend oder obszön sein. Ist die Projektseite fertig erstellt, beginnt die Aktion.

Ablauf einer Aktion bei Nordstarter

Jeder Nutzer kann zu jeder Zeit an einem Balken sehen, wie viel Geld das Projekt benötigt, wie viel noch dazu kommen muss und wie lange die Aktion noch läuft. Wenn ein Nutzer Interesse hat, das Projekt zu unterstützen, kann er sich auf der Plattform registrieren und einen selbst gewählten Betrag überweisen. Eine weitere Besonderheit von Nordstarter kommt am Ende der Aktion zum Tragen. Während viele Plattformen feste Provisionen vorschreiben, die ein Gründer im Erfolgsfall zahlen muss, kann er bei Nordstarter selbst wählen, wie viel er überweisen möchte. Auf diese Weise soll die Community gestärkt werden und die Plattform für noch mehr Gründer interessant sein. Wer mit seinem Projekt erfolgreich war, kann anschließend die Kontakte zur Community weiter für sein Unternehmen nutzen. Im Idealfall hat der Gründer nicht nur einmalige Investoren gefunden, sondern eine feste Basis, die die Firma auch weiter unterstützt.

Authored by: Tobias