Mit Kickstarter innovative Projekte finanzieren

Bei Kickstarter handelt es sich um eine Internet-Plattform mit Sitz in New York, über die sich per Crowdfunding innovative Projekte finanzieren lassen. Die Crowdfunding-Plattform adressiert Existenzgründer, Selbstständige sowie kreative Menschen, die tolle Geschäftsideen rund um Filme, Musik oder auch Technik haben, und für diese eine Finanzierungsmöglichkeit suchen. Kickstarter bietet ihnen die Möglichkeit, über Crowdfunding Geld für das jeweilige Projekt zu erhalten. Zugleich können die Crowdfunding-Anwärter Kontakt mit Interessenten oder Fans aufnehmen. Mit Kickstarter werden Projekte folgendermaßen finanziert: Die Crowd, der englische Begriff für Menschenmenge, der in dem Fall eine Vielzahl von Geldgebern beschreibt, unterstützt ein bestimmtes Vorhaben mit einem Geldbetrag. Je größer die Crowd ist, umso mehr Geldgeber stehen zur Verfügung. Dieses Investitionsverfahren nennt sich Crowdfunding und gewinnt auch in Deutschland zunehmend an Bedeutung.

Kickstarter: die Grundlagen

Bevor ein Projekt eingestellt wird, ist es wichtig, die Grundlagen der Plattform zu kennen. Der Urheber des Crowdfunding-Projekts, das über Kickstarter finanziert werden soll, legt zunächst die Zielsumme fest, die bis zum Ablauf der Funding-Phase erreicht sein muss. Erst in dem Moment, wenn die finale Summe bereitsteht, fließt das Geld vom Geldgeber zum Projektinitiator. Über die Finanzierung hinaus bietet Kickstarter zudem die Möglichkeit, auf der Plattform eine Community für das Projekt aufzubauen, die Menschen dafür zu begeistern und Fürsprecher zu finden. Interessenten registrieren sich einfach kostenlos auf der Plattform. Im nächsten Schritt lässt sich dann das Crowdfunding-Projekt hochladen und starten.

So funktioniert Kickstarter: die einzelnen Schritte

Folgende Schritte sind notwendig, um ein Crowdfunding-Projekt erfolgreich über Kickstarter umzusetzen:

  • Projekt definieren und hochladen: Zunächst macht der Initiator Angaben zum Projekt und definiert die Zielsumme sowie die Projektdauer. Ein Projekt kann für maximal 60 Tage angesetzt werden.
  • Projekt gestalten: Die meiste Zeit sollte der Projektinitiator für die Gestaltung der Projektseite verwenden. Hier kommt es auf eine ansprechende Präsentation des Projekts an, für das Geld gesammelt werden soll. Ein einprägsamer Projektname, vielversprechende Bilder, eine klare Projektbeschreibung sowie Informationen zum Initiator dürfen hier nicht fehlen. Die Projektseite ist das Aushängeschild für das Projekt. Je wirkungsvoller diese Seite gestaltet ist, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, viele Geldgeber zu finden.
  • Werbung: Es empfiehlt sich, für das einzelne Projekt zu werben, um die Aufmerksamkeit maßgeblich zu steigern. Für Werbung bieten sich besonders soziale Netzwerke an. Zudem ist es wichtig, per Mundpropaganda oder auch via E-Mail einen möglichst breiten Kreis an potenziellen Geldgebern über das Projekt zu informieren.
  • Pressearbeit: Wer schon etwas fortgeschritten ist und ein wirklich tolles Projekt am Start hat, kann auch über Pressearbeit versuchen, Informationen über das Projekt möglichst breit zu streuen und so möglichst viele Geldgeber zu finden. Hierfür empfiehlt sich die Erstellung eines Pressetextes inklusive Versand an relevante Redaktionen. Darüber hinaus kann der Projektinitiator durchaus auch versuchen, direkt in den Redaktionen anzurufen und von seinem Projekt zu erzählen. Wenn es spannend ist und möglicherweise auch den Nerv des Redakteurs trifft, kann es durchaus sein, dass sich der Initiator mit seinem Projekt in einem relevanten Magazin wiederfindet.
  • Blog: Es gibt die Möglichkeit, zu jedem Projekt auf der jeweiligen Projektseite ein Blog zu veröffentlichen. Dort lassen sich die Projektfortschritte dokumentieren und regelmäßig aktualisieren.
  • Dankeschön an die Community: Der Projektinitiator bedankt sich in der Regel bei seinen Unterstützern durch eine kleine Geste. Das können T-Shirts, CDs oder auch Eintrittskarten sein. Dieses Dankeschön wird auf der Projektseite angekündigt und dient als zusätzlicher Anreiz für potenzielle Unterstützer, Geld in das Projekt zu investieren.

Was kostet die Finanzierung eines Crowdfunding-Projekts über Kickstarter?

Die Registrierung ist kostenlos. Gebühren stehen nur im Falle einer erfolgreichen Finanzierung des Crowdfunding-Projekts an. Der Betreiber von Kickstarter erhebt dann eine Gebühr von fünf Prozent der Gesamtzielsumme des Projekts. Falls das Projekt nach Ablauf des Funding-Zeitraums die Zielsumme nicht erreicht und nicht zustande kommt, fallen keine Kosten an.

Crowdfunding-Projekte, die erfolgreich über Kickstarter finanziert wurden

Es gibt eine ganze Reihe an Crowdfunding-Projekten, die bereits erfolgreich über Kickstarter finanziert wurden. Hierzu zählen unter anderem folgende Projekte:

  • Pebble: Pebble kombiniert eine Armbanduhr mit dem Smartphone und ist das bislang erfolgreichste Crowdfunding-Projekt, das über Kickstarter finanziert wurde. Das erreichte Kapital betrug über zehn Millionen US-Dollar.
  • OUYA: OUYA stellt Android-Spiele auf dem großen Bildschirm dar. Die erreichte Summe lag bei über acht Millionen US-Dollar.
  • Coolest Cooler: Coolest Cooler bezeichnet eine innovative Kühlbox, die wasserfeste Boxen integriert sowie ein USB-Ladegerät, einen Flaschenöffner sowie Tragegurte. Es wurden fast sechs Millionen US-Dollar Kapital erreicht.
  • Oculus Rift-Brille: Bei Oculus Rift-Brillen handelt es sich um Virtual-Reality-Brillen, über die sich Videospiele extrem realistisch darstellen lassen. Die erreichte Summe betrug über zwei Millionen US-Dollar.

Wer nun Geschmack an Kickstarter gefunden hat und über eine tolle, innovative Geschäftsidee verfügt, kann sich mit wenigen Klicks auf Kickstarter registrieren und loslegen.

Weitere Crowdfunding Plattformen finden Sie in unserer Übersicht.

Authored by: Tobias