Die Crowdfunder

Crowdfunder

Wer ein soziales oder wirtschaftliches Projekt umsetzen will, kann dies mithilfe von Crowdfundern tun. Diese bezahlen Geld, damit das Projekt umgesetzt werden kann, und erhalten als Belohnung dafür einen materiellen oder ideellen Gegenwert, der sich je nach Projekt und Konzept des Portals unterscheidet.

Das tut ein Crowdfunder

Ein Crowdfunder unterstützt Projekte auf einer Pattform seiner Wahl mit Geld. Diese Projekte können völlig unterschiedlicher Natur sein: Es kann sich um soziale Projekte, künstlerische Projekte, wirtschaftliche Projekte oder auch um ausgefallene Ideen handeln. Mit seiner Unterstützung macht es der Crowdfunder möglich, dass die Projekte in die Tat umgesetzt werden. Wichtig ist hierbei, dass die Projekte nie nur von einer Person allein, sondern stets von zahlreichen Personen finanziert werden. Der Crowdfunder entscheidet selbst, mit wie viel Geld er das Projekt unterstützen möchte. In den meisten Fällen gibt er mehr, je stärker er sich von dem Projekt angesprochen fühlt. Crowdfunding-Projekte werden in der Regel über Plattformen im Internet organisiert.

So wird man selbst Crowdfunder

Grundsätzlich kann jeder Crowdfunder werden, der andere durch das funding möchte. Die Portale haben keinerlei Beschränkungen. Einzige Voraussetzung ist es, sich bei einem der verschiedenen Portale zu registrieren. Dort gibt es meist schon auf der Startseite eine Übersicht über die verschiedenen Projekte. Oft sind diese nach Themengebieten sortiert. Auf einigen Websites kann der Crowdfunder sich zudem informieren, welche Projekte es in der Vergangenheit schon gegeben hat und welche Aktionen erfolgreich waren. Ziel des Crowdfundings ist es vor allem, neuen und ungewöhnlichen Ideen zur Umsetzung zu verhelfen. Viele Crowdfunder beteiligen sich deshalb aus Idealismus: Sie wollen sinnvolle Projekte unterstützen, Neuunternehmern den Start erleichtern oder soziale Aktionen fördern. Außerdem gibt es natürlich das Motiv, durch das Crowdfunding etwas zurückzubekommen. Dies ist allerdings nur dann der Fall, wenn die Aktion erfolgreich war.

Crowdfunder werden: So läuft eine Aktion ab

Wenn der Initiator einer Aktion eine Crowdfunding Plattform nutzt, ist es für ihn zunächst wichtig, die Aktion gut genug zu bewerben, um möglichst viele Geldgeber zu finden. Dafür erstellt er in den meisten Fällen eine eigene Seite, auf der die Aktion vorgestellt und beworben wird. Ein Crowdfunder hat so die Möglichkeit, sich durch viele verschiedene Seiten zu klicken und sich das ansprechendste Angebot auszuwählen. Auf jeder Seite ist zudem angezeigt, wie viel Geld das Projekt zur Umsetzung benötigt. Außerdem zeigt ein Balken an, wie viel von diesem Betrag bereits gesammelt wurde und wie lange die Aktion noch läuft. Auf diese Weise kann der Crowdfunder selbst abschätzen, wie wahrscheinlich es ist, dass das funding bei einem Projekt erfolgreich wird. Läuft die Aktion nur noch wenige Tage und benötigt noch viel Geld, kann er zum Beispiel einen hohen Betrag geben, damit das Projektziel doch noch erreicht wird. Oder aber er kann sich entscheiden, lieber an einer anderen Aktion teilzunehmen, die eine größere Chance auf Umsetzung hat. Wenn es nicht gelingt, eine Aktion zu realisieren, da nicht genug Geld eingenommen wurde, erhält der Crowdfunder den eingesetzten Betrag vollständig zurück. Es besteht also für den Investor kein finanzielles Risiko. Dies ist ein großer Vorteil des Modells und eine hohe Motivation für viele potenzielle Geldgeber. Ist die Aktion erfolgreich, erhält der Geldgeber ein Dankeschön. Dieses Dankeschön wird vom Initiator des Projekts festgelegt und unterscheidet sich je nach Art und Umfang der Aktion. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein Dankeschön auszudrücken.

Das Dankeschön für Crowdfunder

Sobald genug Geld zusammengekommen ist, und teilweise auch schon früher, erhält der Crowdfunder ein Dankeschön. Dies kann beispielsweise sein:

  • Ein Gegenstand, der mit der Aktion verknüpft ist
  • Eine materielle Anerkennung
  • Eine Namenserwähnung, etwa bei einem Film oder Kunstprojekt
  • Ein sonstiger kreativer Gegenwert

Es ist auch möglich, diese Anerkennungen oder Perks schon während der Sammelphase des Projekts auszuteilen. Diese Möglichkeit können Initiatoren etwa nutzen, um mehr Geldgeber zu gewinnen, die Geldgeber besonders zu motivieren oder die Reichweite ihres Projekts zu vergrößern. Da eine hohe Reichweite für das Gelingen eines Crowdfunding-Projekts von großer Bedeutung ist, ist es etwa möglich, Anerkennungen für Leute auszugeben, die das Projekt besonders ausgiebig bewerben und im Internet bekannt machen. Oder aber es gibt ein kleines Dankeschön für einen Spendenbetrag in einer bestimmten Höhe. Eine weitere Option besteht darin, ein bestimmtes Zwischenziel auszurufen und bei Erreichen des Zwischenziels jedem Unterstützer ein kleines Dankeschön zu geben. Die Möglichkeiten jedenfalls sind vielfältig. Gerade bei idealistischen Projekten genügt vielen Unterstützern auch die Nennung des Namens, da sie das Projekt nicht aus eigennützigen Gründen unterstützen.

Vorteile für den Crowdfunder

Das Prinzip des Crowdfunding bringt für die Geldgeber einige Vorteile. Zunächst einmal ist es ihnen auf diese Weise möglich, Teil einer Aktion zu werden, ohne viel Zeit dafür aufzuwenden. Außerdem können sie etwas unterstützen, was sie für wirklich unterstützenswert halten. All dies können sie ohne finanzielles Risiko tun. Und im Erfolgsfall erhalten sie darüber hinaus ein häufig kreatives Dankeschön.

Authored by: Tobias