Crowdsourcing – Open Government Data für Innovationsanreize

Crowdsourcing – Open Government Data: Aufgaben von Behörden an die Crowd auslagern

Crowdsourcing – Open Government Data bezeichnet die Auslagerung von Aufgaben durch Behörden an die Crowd. Die Crowd steht in diesem Fall für die Allgemeinheit. So entlasten die Behörden ihre eigenen Prozesse. Durch die damit verbundene Offenlegung ihrer Daten schaffen die Behörden deutlich mehr Transparenz und ermöglichen die Beteiligung der Crowd an Prozessen sowie Entscheidungen. Die offene Verwaltung verfolgt das Ziel, die Crowd zu mobilisieren und auf diese Weise die Entstehung neuer Dienstleistungen und Services zu fördern sowie Anreize für Innovationen im privatwirtschaftlichen Bereich zu schaffen. Crowdsourcing übernimmt dabei die Aufgabe, die Daten zu beschaffen sowie zu aktualisieren und neue, effizientere Anwendungen zu kreieren.

Crowdsourcing – Open Government Data: Daten, die offengelegt werden können

Crowdsourcing – Open Government Data verfolgt das Ziel, die Verwaltung offener und vernetzter zu gestalten sowie die Crowd in die Verwaltungsprozesse besser einzubeziehen. Grundsätzlich können Verwaltungsdaten offengelegt werden, die weder personenbezogen noch sicherheitsrelevant sind. Dies können beispielsweise Daten rund um folgende Bereiche sein:

  • Bildungs- und Schuldaten
  • Umwelt- und meteorologische Daten
  • Transport- und Verkehrsdaten
  • Einrichtungen der Kommunen mit Öffnungszeiten
  • Öffentliche Ausgaben

Der Zusammenhang: Crowdsourcing – Open Government Data

Die offene, kooperative und transparente Demokratie, die durch Open Government Data geschaffen wird, trägt den heutigen Anforderungen der Crowd sowie generell den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts Rechnung. Hier ist ein moderner Staat gefragt, der bürokratische Hürden abbaut und neue Lösungen und Anwendungen sowie effiziente Dienstleistungen fördert, die durch die Crowd entstehen. Crowdsourcing stellt eine zukunftsweisende Form der Zusammenarbeit der Crowd mit der Verwaltung dar, um innovative, neue Anwendungen ins Leben zu rufen. Dabei spielt die Digitalisierung des Verwaltungsapparates eine tragende Rolle. Crowdsourcing – Open Government Data ist eine neue Form der Informationspolitik. Im Folgenden sind einige Beispiele aufgeführt, die durch neuartige Anwendungen ermöglicht sowie vereinfacht werden können:

  • Der Bürger kann Wohnungen über das Internet mieten, freie Kindertagungsplätze aber nicht.
  • Es lassen sich über das Internet Hotels bewerten, aber Schulen oder öffentliche Einrichtungen können nicht bewertet werden.
  • Ein versendetes Päckchen kann jederzeit im Netz verfolgt werden, um nachzuprüfen, wo es sich gerade befindet. Bauanträge oder Anträge auf eine Staatsbürgerschaft lassen sich nicht online einsehen.

Crowdsourcing – Open Government Data: Nutzung von Verwaltungsdaten durch die Crowd

Der Kern von Crowdsourcing – Open Government Data besteht in der Offenlegung der Verwaltungsdaten durch Behörden. Sobald die Crowd von den Behörden dazu befugt wird, die Verwaltungsdaten zu nutzen, kann sie dies auf eine sehr kreative Art und Weise realisieren. Es lassen sich vielseitige Anwendungen und Dienstleistungen ins Leben rufen, die auf diesen Daten basieren, sowie öffentliche und private Prozesse effizienter gestalten. Es müssen allerdings bei der Verwaltung hierfür die Voraussetzungen geschaffen sein. Hierzu zählt zum Beispiel eine innovative Webplattform, die mit Crowdsourcing – Open Government Data sowie der neuen Form der Datenerfassung und -lieferung kompatibel ist. Nur so lässt sich die Crowd nachhaltig mit der Verwaltung in Einklang bringen.

Crowdsourcing – Open Government Data: Innovationen schaffen

Crowdsourcing – Open Government Data bietet Dienstleistern die Möglichkeit, innovative Lösungen im Bereich der Bürgerbeteiligung zu entwickeln. Die Dienstleister können neue Geschäftsfelder erschließen und mit der Entwicklung der neuen Services sowie mit deren Betreuung und Auswertung Geld verdienen. Folgende Innovationen sind im Bereich Crowdsourcing – Open Government Data denkbar:

  • Neue Services rund um Straßenausbesserungen: Ein Bürger aus der Crowd meldet per Mobiltelefon einen fehlenden Mittelstreifen. Zwei Tage später erhält er eine Nachricht, dass der Mittelstreifen wiederhergestellt wurde.
  • Neue Services im Bereich Gesetzesentwürfe: Bürger können online Gesetzesentwürfe kommentieren. So erhält die Behörde ein direktes Feedback vom Bürger, das sie in ihre Entscheidung mit einbeziehen kann.

Damit wird der Crowd ein vollkommen neuer Stellenwert im kommunalen System zuteil.

Crowdsourcing – Open Government Data: Vorteile für die Gesellschaft

Crowdsourcing – Open Government Data bringt eine Reihe an Vorteilen sowie einen maßgeblichen Nutzen für die Bevölkerung mit sich:

  • Höhere Qualität von Gesetzen und Entscheidungen
  • Förderung von Innovationen und Wirtschaftswachstum
  • Soziale Verbesserungen für den Bürger

Crowdsourcing – Open Government Data: Nutzen für die Verwaltung

Auch die Verwaltung profitiert von einem nachhaltigen Nutzen durch Crowdsourcing – Open Government Data:

  • Höhere Qualität der Daten durch kontinuierliches Feedback der Crowd
  • Besseres Image der Verwaltung durch mehr Bürgernähe und Transparenz
  • Verwaltungsdienstleistungen gewinnen an Bedeutung und Akzeptanz durch die Bürger

Crowdsourcing – Open Government Data: Fazit

Crowdsourcing – Open Government Data ist ein wichtiger Schritt in puncto Digitalisierung der Gesellschaft, die über kurz oder lang auch bei den Behörden für nachhaltige Veränderungen sorgen wird und vielerorts bereits sorgt. Crowdsourcing spielt in diesem Zusammenhang eine sehr wichtige Rolle und ist ein essenzieller Bestandteil der neuartigen modernen Verwaltung, welche die Zusammenarbeit von Behörden und Bürgern auf ein ganz neues Level hebt.

Authored by: Tobias