Crowdfunding Stromberg: Filmrealisierung über die Crowd

Crowdfunding Stromberg: eines der bisher größten und erfolgreichsten deutschen Crowdfunding Projekte

Crowdfunding Stromberg ist bis dato eines der größten und erfolgreichsten deutschen Crowdfunding Projekte. Der Kinofilm Stromberg, der von dem aus der Serie Stromberg bekannten exzentrischen Chef Bernd Stromberg handelt, wurde erfolgreich über die Crowd finanziert. Die Produktionsfirma Brainpool konnte im Jahr 2011 innerhalb der kurzen Zeitspanne von nur einer Woche insgesamt eine Million Euro über die Crowd für die Produktionskosten zusammentragen. Bevor Crowdfunding Stromberg initiiert wurde, ging Brainpool von einer Finanzierungsdauer von einem halben Jahr aus. Mit dieser unglaublich erfolgreichen Finanzierung hat das Team rund um den Kinofilm Stromberg in Deutschland einen entscheidenden Beitrag dazu geleistet, um hierzulande den Weg in Richtung Crowdfunding zukunftsfähig zu ebnen.

Crowdfunding Stromberg: Modellkalkulation

Das Modell, anhand dessen die Crowdfunding Stromberg Kampagne kalkuliert wurde, ist relativ einfach. Es funktioniert folgendermaßen: Ziel der Produktionsfirma Brainpool war es, insgesamt eine Million Euro für die Finanzierung des Kinofilms Stromberg über Crowdfunding zu erhalten. Mit einem Betrag ab einer Million Euro konnte der Film produziert werden. Supporter hatten die Möglichkeit, einen Anteil von 50 Euro zu erwerben, wobei die Anzahl der Anteile pro Person auf 20 beschränkt war. Das heißt, dass jeder Supporter maximal 1.000 Euro in das Filmprojekt investieren konnte. Beim Crowdfunding Stromberg Projekt ist jeder Supporter zugleich Investor und verdient am Erfolg des Kinofilms mit. Weiterhin besagt das Modell, dass jeder, der per Crowdfunding investiert hat, sein Investment zurückerhält, falls eine Million Zuschauer den Film im Kino ansehen. Gehen zwei Millionen Zuschauer ins Kino, beträgt die Rendite 150 Prozent. Ein konkretes Rechenbeispiel zeigt: Wenn ein Investor zum Beispiel 1.000 Euro für die Finanzierung des Films beiträgt und insgesamt zwei Millionen Zuschauer ins Kino gehen, erhält er eine Ausschüttung in Höhe von 1.500 Euro. Gehen drei Millionen Zuschauer ins Kino, bekommt er 2.000 Euro. Falls die Finanzierung scheitert, erhält der Investor seine Anteile zurück. So hat Crowdfunding Stromberg das Modell des Crowdfundings mit Crowdinvestment kombiniert. Crowdfunding allein steht für eine Finanzierung im Austausch für exklusive Gegenleistungen; Crowdinvestment schließt die Beteiligung am Erfolg mit ein — so wie es etwa beim Kinofilm Stromberg der Fall war.

Crowdfunding Stromberg: Ablauf der Finanzierung

Der Ablauf von Crowdfunding Stromberg ging folgendermaßen vonstatten:

  • Aufruf zu Crowdfunding Stromberg: Der Aufruf zur Crowdfunding Kampagne für den Kinofilm Stromberg durch die Produktionsfirma Brainpool erfolgte Ende des Jahres 2011.
  • Zu finanzierender Betrag: Eine Million Euro mussten durch Crowdfunding zusammenkommen, um den Kinofilm produzieren zu können.
  • Finanzierungsdauer: Brainpool rechnete mit einer Finanzierungsdauer von etwa sechs Monaten.
  • Tatsächliche Finanzierungsdauer: Tatsächlich ging die Finanzierung wesentlich schneller. Bereits nach einer Woche hatte Brainpool eine Million Euro für die Produktionskosten beisammen.
  • Dreharbeiten: Die Dreharbeiten, die über Crowdfunding nun finanziert werden konnten, begannen im Februar 2013.
  • Kinostart: Der Kinostart des über Crowdfunding finanzierten Kinofilms Stromberg war im Februar 2014.

Crowdfunding Stromberg: Crowdfunder machen mit dem Kinofilm Gewinn

Die Crowdfunding Stromberg Rechnung von Brainpool ging auf, sodass sich der Film nicht nur für dessen Macher gelohnt hat, sondern auch für die Investoren. Bereits im März 2014 hatte Stromberg die Millionenmarke an Zuschauern geknackt, sodass ab diesem Moment die insgesamt 3.300 Investoren, die den Film vorfinanziert hatten, Gewinn machten. Ihr Einsatz ist eingespielt, und jede weitere verkaufte Kinokarte brachte dem Supporter 50 Cent ein.

Crowdfunding Stromberg: Vorzeigemodell der Finanzierung via Crowdfunding in der Filmbranche

Crowdfunding Stromberg erweist sich als Vorzeigemodell hinsichtlich der Finanzierung von Filmprojekten über Crowdfunding in Deutschland. Nach dem Film Hotel Desire ist Stromberg der zweite Film in Deutschland, der erfolgreich per Crowdfunding finanziert wurde. Eine geplante Finanzierung über Crowdfunding schließt zwar zunächst die Ungewissheit mit ein, ob der benötigte Geldbetrag tatsächlich zusammenkommt. Allerdings bringt sie auch weitreichende Vorteile mit sich. Im Gegensatz zur klassischen Filmfinanzierung über die Filmförderung konnte Crowdfunding Stromberg mit wesentlich geringerem bürokratischen Aufwand und in kürzerer Zeit realisiert werden. Darüber hinaus sind die Filmproduzenten bei der Finanzierung über die Fans wesentlich näher an ihrem Publikum als über die Filmförderung. Daher war es das ausgesprochene Ziel der Produktionsfirma, die potenziellen Zuschauer als Investoren zu gewinnen. Trotz des Grundrisikos hat sich Brainpool für die Finanzierung über Crowdfunding entschieden, was sich letztendlich in zweifacher Hinsicht ausgezahlt hat — für die Macher des Films gleichermaßen wie für die Investoren. Als schöner Nebeneffekt erweist sich die Möglichkeit, Crowdfunding als Marktforschung zu nutzen. Anhand der Investoren konnte Brainpool herausfinden, wie groß tatsächlich das Interesse der potenziellen Zuschauer am Kinofilm Stromberg ist. Mit der erfolgreichen Finanzierung innerhalb kürzester Zeit, mit hohen Zuschauerzahlen sowie mit zufriedenen Investoren ist Crowdfunding Stromberg ein Vorzeige- und damit möglicherweise auch Zukunftsmodell der Filmfinanzierung über Crowdfunding in Deutschland.

170.000 Euro Gewinn für Schwarmfinanzierer

Die 3300 Unterstützer des Films können sich über eine hohe Rendite freuen. Am 16.10.2014 gab die Produktionsfirma bekannt das die Unterstützer des Stromberg-Films neben des Investments von einer Millionen Euro, auch einen Gewinn von insgesammt 169.607 Euro ausgezahlt bekommen. Das ergibt eine Rendite von 17% für jeden Anleger auf sein Investment. Der Film ist somit ein Vorzeigebeispiel für Anleger sowohl auch für Menschen die ein Projekt von sich mit Crowdfunding finanzieren lassen wollen, da durch den Erfolg auf beiden Seiten das Vertrauen ins Crwodfunding weiter gestiegen ist. Repräsentativ wurde ein Scheck an den Gaststätten-Bereiber Friedhelm Hilgers überreicht in Höhe von 1.169,61 Euro. Dieser Hatte 2011 an das Filmprojekt geglaubt und es mit 1000 Euro unterstützt. Der Prodozent Ralf Husmann ließ es sich nicht nehmen den Scheck persönlich zu überreichen.

Authored by: Tobias