Crowdfunding – spannendes Massenphänomen für Gründer

Crowdfunding – spannendes Massenphänomen für Gründer

Das sogenannte Crowdfunding ist seit einigen Jahren vielerorts zu hören, wenn es um Gründungen geht. Statt Banken finanziert hier die „Crowd“.

Crowdfunding – ein Trend, der nicht nur Gründer weltweit begeistert

 

Am Anfang war … die Geschäftsidee. So könnte man die Geschichte der meisten Unternehmen beginnen – von der kleinen Gesellschaft bürgerlichen Rechts bis hin zum Großkonzern. Das A und O ist eine gute Planung des Unternehmensaufbaus. Dies erfolgt in der Regel mithilfe eines sogenannten Businessplans, der unter anderem die Geschäftsidee, den Zielmarkt, die Konkurrenzsituation und vieles mehr darstellt. Ein zentrales Kapitel ist das Thema Finanzierung. Wenn auch Sie zu den Unternehmensgründern zählen, haben Sie sich hierzu sicherlich bereits Gedanken gemacht. Der Begriff Crowdfunding gehört in diesen Bereich und bezeichnet eine Finanzierungsform, die in den letzten Jahren zum echten Massenphänomen geworden ist. Hier finanzieren viele Leute, also die Crowd.

Crowdfunding – die alternative Finanzierungsform

Für jeden Gründer kommen andere Finanzierungsformen infrage. Häufig ist es auch geschickt, eine Kombination aus mehreren Finanzierungsformen zu wählen. Grundsätzlich kommen vor allem die folgenden Finanzierungsformen infrage:

  • Finanzierung über Eigenkapital
  • Nutzung von privaten Krediten, z. B. vonseiten der Familie
  • Klassische Bankkredite, von der Hypothek auf das Eigenheim oder andere Besitztümer bis hin zu speziellen Unternehmensdarlehen
  • Förderkredite, zum Beispiel von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), von der EU, der Bundesregierung oder von Ländern, Städten oder Gemeinden
  • Crowdfunding

Beim Crowdfundig handelt es sich um die Finanzierung durch viele Einzelpersonen. Das Projekt wird in der Regel auf einer Internetplattform präsentiert, zum Beispiel mit einem Businessplan in Kurzform, durch ein Video und weitere ansprechende Dokumente und Medien. Privatpersonen, die zur Finanzierung der Idee beitragen möchten, können sich dann entscheiden, wie viel Geld sie in die Idee investieren möchten. Sie können das komplette Handling online durchführen und sich beteiligen. Die meisten Plattformen zeigen je Projekt auch einen „Statusbalken“ oder eine ähnliche Grafik, die Aufschluss darüber gibt, wann der benötigte Kapitalbedarf gedeckt ist und das Projekt starten kann. Durch Allgemeine Geschäftsbedingungen und Verträge für Gründer und Finanzierende ist die Art der Finanzierung genau geregelt.

Von den ersten Projekten zum Massenphänomen: Geschichte des Crowdfunding

Wann die ersten Crowdfunding-Projekte ins Leben gerufen wurden, ist heute nicht mehr ganz nachvollziehbar. Einige Quellen datieren die Vorläufer des Crowdfunding schon auf die Zeit, als die amerikanische Freiheitsstatue gebaut werden sollte. Hier traten viele Bürger als Finanziers auf und trugen mit einem kleinen Geldbetrag dazu bei, dass das Projekt realisiert werden konnte. Zum wahren Massenphänomen wurde Crowdfunding in den Jahren 2006 bis 2010. Immer mehr Plattformen für Crowdfunding tauchten in dieser Zeit im Internet auf. Gleichzeitig wurde das Thema in Gründerzeitschriften und auf Internetplattformen für Gründer immer stärker diskutiert und fand immer mehr Beachtung. Besonders der Vorteil, dass die oftmals starren Kriterien der Banken hier außen vor gelassen werden konnten, begeisterte die Menschen. Viele hatten genug davon, dass die Großbanken kleine Finanzierungen oft ablehnten oder unerfahrenen Gründern wenige Chancen einräumten. Durch das Crowdfunding konnten die Gründer erstmals direkt die Masse von ihrer Idee und deren Erfolgswahrscheinlichkeit überzeugen. Für die Finanzierenden lagen die Vorteile ebenfalls auf der Hand: Sie konnten genau sehen, wo ihr Geld landete und in der Folge beobachten, wie sich ihr Investition dem Gründer zum Starterfolg verhalf. Ein hohes Maß an Transparenz und der nur geringe Investitionsbetrag, der notwendig war, taten ihr Übriges, um dem Crowdfunding weltweit zum Durchbruch zu verhelfen. Heute gibt es in vielen Ländern Anbieter von Crowdfunding. Einige von ihnen agieren national, andere international. Die Auswahl für Gründer und für Personen, die investieren möchten, ist groß.

Wann das Crowdfunding für Sie als Gründer infrage kommt

Das Crowdfunding kommt für alle Gründer infrage, wenn nur ein kleiner bis mittlerer Kapitalbedarf besteht. Außerdem sollte man in der Lage sein, seine Geschäftsidee so zu beschreiben, dass sie von Laien verstanden wird. Nur wenn dies der Fall ist, kann man die einzelnen Kleininvestoren begeistern und zum Finanzieren bewegen. Bei sehr komplexen Vorhaben kann es daher auch sinnvoll sein, jemanden mit viel Talent für gute Erklärungen ins Boot zu holen – vielleicht sogar eine Werbeagentur. Oftmals ist es zum Beispiel sinnvoll ein kleines Video anfertigen zu lassen, in dem die Funktion des entwickelten Produkts oder der innovativen Dienstleistung erläutert wird.

Crowdfunding – bitte nur mit dem richtigen Anbieter

Es ist besonders wichtig, dass man sich immer nur an seriöse Anbieter wendet. Wer sich am Crowdfunding – ganz gleich in welcher Form – beteiligen will, sollte also die infrage kommenden Anbieter gut prüfen. Ein Anhaltspunkt kann zum Beispiel die Liste der Unternehmen sein, die erfolgreich über die Plattform gegründet wurden. Darüber hinaus muss man sich intensiv mit den Verträgen beschäftigen, die auf den Plattformen präsentiert werden. Investieren sollte man nur dann, wenn man sich sicher ist, dass der Anbieter seriös ist und transparent arbeitet!

Authored by: Tobias