Crowdfunding Gesetz in den USA legalisiert Crowdfunding

Crowdfunding Gesetz in den USA kurbelt die Wirtschaft an

Das Crowdfunding Gesetz in den USA, auch Jumpstart Our Business Startups-Gesetz genannt, erlangte am 5. April 2012 durch die Unterschrift des US-amerikanischen Präsidenten Barack Obama Gesetzeskraft. Es erlaubt Unternehmen offiziell, sich für ihre Geschäftsidee Kapital über Crowdfunding Plattformen zu beschaffen. Diese Plattformen müssen von der US-Börsenaufsicht zertifiziert sein. Damit unterstützt die US-amerikanische Regierung junge Unternehmen sowie Startups und erleichtert ihnen den Zugang zum Kapitalmarkt. Zugleich kurbelt das Crowdfunding Gesetz in den USA das Wirtschaftswachstum an und schafft Arbeitsplätze. Anlegern ermöglicht das Gesetz wiederum, in junge Unternehmen oder Startups zu investieren, was vorher institutionellen Investoren und Banken vorbehalten war. In Deutschland ist der Crowdfunding Markt, verglichen mit USA, noch verhältnismäßig klein, wächst aber kontinuierlich an. Die deutsche Regierung arbeitet ebenfalls an einem Crowdfunding Gesetzesentwurf.

Crowdfunding Gesetz in den USA: Finanzierung von Unternehmen wird dereguliert

Das Crowdfunding Gesetz in den USA hat eine Deregulierung von Unternehmensfinanzierungen zur Folge. Dies ermöglicht es Privatanlegern, direkt in Unternehmen investieren. Zudem können private Unternehmen in den USA mit deutlich geringerem Aufwand als bisher an die Börse gehen. Das Crowdinvesting, welches das Crowdfunding Gesetz in den USA erleichtert, unterliegt allerdings bestimmten Regeln:

  • Unternehmen dürfen sich für maximal eine Million US-Dollar Kapital pro Jahr über Onlineinvestitionen beschaffen.
  • Privatanleger müssen bestimmte Limits einhalten, die sich am Einkommen orientieren. Sie dürfen nicht mehr als 2.000 US-Dollar jährlich pro Unternehmen oder Startup investieren, sofern sie unter 100.000 US-Dollar im Jahr verdienen. Verfügt der Anleger über ein entsprechendes Vermögen oder verdient er deutlich mehr, sind Investitionen von bis zu 10.000 US-Dollar pro Unternehmen möglich. So sollen die Privatanleger geschützt werden.

Crowdfunding Gesetz in den USA: global wegweisend

Obwohl es sich bei Crowdfunding um einen globalen Trend handelt, ist nicht jedes Land in der Entwicklung dieser Form der Unternehmensfinanzierung gleich weit vorangeschritten. Am weitesten entwickelt ist das Crowdfunding in den USA, und die USA können auf die größten Crowdfunding Erfolgsgeschichten zurückblicken. Dort wurde nicht nur ein Großteil der weltweiten Finanzierungen von innovativen Projekten über Crowdfunding realisiert. Vielmehr wurde Crowdfunding sogar von der Regierung gesetzlich im Land verankert. Die gesetzlich geregelte Starthilfe für junge Unternehmen und Startups, die das Crowdfunding Gesetz in den USA regelt, ist derzeit einzigartig und global wegweisend.

Crowdfunding Gesetz in den USA im Vergleich zur deutschen Regierung

Auch hierzulande ist es für Unternehmen und Startups möglich, über Crowdfunding an Kapital zu kommen. Der Unterschied zu den USA besteht darin, dass in Deutschland kein Gesetz existiert, das, analog zum Crowdfunding Gesetz in den USA, die Kapitalbeschaffung durch die Crowd offiziell legalisiert. Der Vorgang des Crowdfundings ist in Deutschland erlaubt. Allerdings hat die deutsche Regierung bislang noch keine gesetzliche Grundlage für die Investition privater Anleger in Unternehmen geschaffen, wie dies mit dem Crowdfunding Gesetz in den USA der Fall ist. Anders verhält es sich in Deutschland mit Aktieninvestitionen, denn für die Finanzierung durch Aktien hat die deutsche Regierung das sogenannte Aktiengesetz ins Leben gerufen.

Crowdfunding Gesetz in den USA versus Erlaubnispflicht in Deutschland

Während das Crowdfunding Gesetz in den USA die Kapitalbeschaffung durch Privatinvestoren gesetzlich regelt, herrscht in Deutschland die Erlaubnispflicht, die in erster Linie die Onlineplattformen betrifft, die als Vermittler zwischen Kreditnehmer und Kreditgeber auftreten. Dies bedeutet, dass die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz BaFin genannt, bei Finanzierungen über Crowdfunding anhand der Vertragsvereinbarungen prüft, ob eine Erlaubnispflicht besteht. Denn nach dem Kreditwesengesetz, das in Deutschland existiert, wird eine schriftliche Erlaubnis der BaFin benötigt, wenn gewerbsmäßig Bankgeschäfte betrieben oder Finanzdienstleistungen erbracht werden. Gewerbsmäßig betriebene Geschäfte bezeichnen Geschäfte, deren Betrieb auf eine bestimmte Dauer festgelegt ist, und deren Betreiber Geld verdienen und einen Gewinn erzielen möchte. Da die Onlineplattformen für ihre Dienstleistung eine Vermittlungsgebühr verlangen, ist davon auszugehen, dass sie einen Gewinn erzielen möchten.

Maßnahmenpaket der Bundesregierung zum Schutz der Anleger

Darüber hinaus engagiert sich zudem die deutsche Regierung für den Schutz der Anleger und der Startups sowie Jungunternehmen beim Crowdfunding, auch wenn es in Deutschland keine gesetzliche Grundlage für das Crowdfunding gibt. Hierfür hat die Bundesregierung ein Maßnahmenpaket vorgestellt und einen Gesetzesentwurf vorgelegt. Es sollen Lösungen entwickelt werden, die den Anleger schützen, und die den Bedürfnissen der jungen Unternehmen und Startups Rechnung tragen, welche ihre Projekte über Crowdinvestitionen finanzieren. Gemäß Aussagen der Bundesregierung geht es in erster Linie darum, mehr Transparenz bei Vermögensanlagen auf dem grauen Kapitalmarkt zu schaffen. Dem Anleger sollen vollständige und aktuelle Informationen zu den jeweiligen Anlagen vorliegen, damit er die Erfolgsaussichten seines Investments besser einschätzen und eine fundierte Investitionsentscheidung treffen kann. Das Maßnahmenpaket und der vorgelegte Gesetzesentwurf stellen allerdings keine vollwertige Crowdfunding Regulierung dar, wie dies beispielsweise in Großbritannien der Fall ist. Zudem bedarf der Gesetzesentwurf noch einer weiteren Überarbeitung, um Anleger und Startups in Deutschland tatsächlich zufriedenzustellen.

Authored by: Tobias